
Es hat ja immer etwas von einer großen Europa-Hymne, wenn Grenzen nicht nur auf Landkarten, sondern auch in den Köpfen verschwimmen. Genau das passiert gerade zwischen Garmisch-Partenkirchen und seinen Tiroler Nachbarn. Mit dem Startschuss für ein neues INTERREG-Projekt wird die Zusammenarbeit auf ein Level gehoben, das man sonst nur von hippen Co-Working-Spaces in Berlin kennt. Statt Kirchturmdenken gibt es hier die große Vision: eine gemeinsame Wirtschaftsregion, die so stark ist wie eine Seilschaft am Gipfel der Zugspitze.
Im Kern geht es darum, die Wirtschaftsstruktur beiderseits der Grenze so genau zu durchleuchten wie ein Kriminalist einen Tatort. Wer kann was? Wer braucht wen? Wo schlummern Potenziale, die nur darauf warten, geweckt zu werden? Mit den Ergebnissen will man dann ganz gezielt Unternehmen zusammenbringen und die Region für Start-ups so attraktiv machen wie einen unberührten Pulverschneehang. Die 75.000 Euro aus dem EU-Fördertopf sind dabei mehr als nur eine Finanzspritze – es ist das offizielle Go für eine Alpen-Connection, die beweist, dass gute Nachbarschaft der beste Nährboden für florierende Geschäfte ist. Hier wächst zusammen, was zusammengehört.