
Es sind ja oft die kleinen Dinge, die den großen Unterschied machen. Und was der Landkreis Weilheim-Schongau da auf die Beine gestellt hat, ist so ein 'kleines Ding' mit gigantischer Wirkung. Statt großer Reden über Demografie und Seniorenpolitik hat man dort einfach mal gemacht: Ein Mobilitätstraining für die Generation 'ErfahrungPlus'. In einem echten Linienbus, zur Verfügung gestellt von der RVO, wurde ganz praktisch geübt, wie man den Alltag mit Bus und Rollator meistert, ohne ins Schwitzen zu kommen. Das klingt vielleicht banal, ist aber für viele die Eintrittskarte zur Selbstständigkeit. Wo ist der sicherste Platz? Wie klappt's am besten mit dem Einsteigen, ohne dass der Busfahrer ungeduldig wird? All diese Fragen wurden von einer Trainerin mit der Engelsgeduld eines Zen-Meisters beantwortet. Das ist gelebte Nächstenliebe auf vier Rädern! Eine Aktion, die zeigt: Wir lassen niemanden an der Haltestelle des Lebens stehen. Hier wird Inklusion nicht nur gepredigt, sondern vorgelebt. Ein Hoch auf die Organisatoren, die verstanden haben, dass 'mobil sein' auch im Alter ein Stück Freiheit bedeutet. Das ist Service public, wie er im Buche steht – nah am Menschen und mit ganz viel Herz.