Wer glaubt, im Landkreis Weilheim-Schongau dreht sich alles nur um Fußball und Schützenvereine, der war am Samstag nicht in Peißenberg. Dort, auf der Anlage des TSV, fand die große Marktmeisterschaft im Padel-Tennis statt. Sie wissen schon, diese unfassbar dynamische Mischung aus Tennis und Squash, bei der man die Bande mit einbezieht, als wäre man beim Billard. Und der Andrang? Enorm! Vier Damenteams und satte zwölf Herrenteams hatten gemeldet, um den neuen Marktmeister auszuspielen. Da wurde geschmettert, gelobt und die Filzkugel so kunstvoll gegen die Glaswände gedonnert, dass es einem ganz schwindelig werden konnte. Bei den Damen hatten am Ende Melanie Engelhart und Sonja Bannert die Nase vorn und krönten sich zu den Königinnen des Courts. Den Titel bei den Herren gewannen Johannes Barnsteiner und Michael Plörer. Ein wunderbarer Tag, der zeigt: Das Oberland kann auch modern, schnell und verdammt lässig. Padel-Tennis in Peißenberg – das ist kein Trend mehr, das ist eine Bewegung!
Manchmal fragt man sich ja schon, was in den Köpfen von Sportlern so vorgeht. Da fährst du als SC Riessersee nach drei Pleiten am Stück ins schöne Erding und willst die große Trendwende einleiten. Und was passiert? Du lieferst ein Spektakel ab, das mehr an einen Tag der offenen Tür als an diszipliniertes Eishockey erinnert. Am Ende leuchtet ein 5:8 von der Anzeigetafel – aus Sicht der Garmischer, versteht sich. Dabei fing es gar nicht so übel an. Der Capitano höchstpersönlich, Sten Johansson, netzte im Powerplay zur Führung ein. Es war ein munteres Hin und Her, ein fröhliches Scheibenschießen, bei dem beide Defensivreihen offenbar einen Nichtangriffspakt geschlossen hatten. 3:3 stand es nach dem ersten Drittel. Doch während Erding danach den Turbo zündete, schien dem SCR langsam der Sprit auszugehen. Ein Gegentor hier, eine unnötige Strafe da – und schon lief man wieder hinterher. So wurde aus einer Chance zur Wiedergutmachung eine weitere, schmerzhafte Niederlage. Man kann den Jungs den Willen nicht absprechen, aber am Ende des Tages gewinnst du mit acht Gegentoren halt keinen Blumentopf. Die Trendwende muss also noch ein wenig im Wartezimmer Platz nehmen.
Wer im Sport ganz oben mitmischen will, braucht nicht nur Talent und Training, sondern auch das richtige Handwerkszeug und vor allem die Erlaubnis, es zu bedienen. Das gilt im Schießsport ganz besonders. Während anderswo noch der Schweiß der Sommervorbereitung trocknet, plant man im Schützengau Weilheim bereits für den Herbst und beweist Weitblick. In einer Mitteilung vom 10. August wird ein entscheidender Termin für alle ambitionierten Schützen und die, die es werden wollen, angekündigt: der 'Lehrgang zum Erwerb der Waffensachkunde nach §7 WaffG'. Klingt erstmal nach Beamtendeutsch aus einem Tarantino-Film, ist aber die absolut notwendige Grundlage für den verantwortungsvollen Umgang mit dem Sportgerät. Eine Art Führerschein für Sportschützen. Das Schöne daran: Hier wird über den Tellerrand geschaut. Der Lehrgang wird zwar federführend vom benachbarten Schützengau Schongau ausgerichtet, doch die Kameraden aus Weilheim sind herzlich zur Teilnahme eingeladen. Eine Kooperation, die zeigt, wie Vereinsleben im Oberland funktioniert: unkompliziert, pragmatisch und immer im Sinne des Sports. Die genauen Termine sind für Ende Oktober und Anfang November angesetzt – genug Zeit also, sich mental und physisch auf diese wichtige Prüfung vorzubereiten. Ein Schuss ins Schwarze für die Ausbildung in der Region.
Manche Vereine machen ein Staatsgeheimnis aus ihrer Saisonvorbereitung, als würden sie die Kernfusion neu erfinden. Nicht so die Tölzer Löwen! Die machen einfach die Scheunentore weit auf und sagen: 'Kommt's alle her!' Am 16. August steigt der große Fan-Tag, eine Art Familientreffen für alle, deren Blut nicht rot, sondern eisblau ist. Erst gibt's eine Pressekonferenz, bei der die Tinte wahrscheinlich schneller gefriert als das Eis, dann ein öffentliches Training, bei dem man den Schweiß riechen und das Krachen der Checks hören kann. Und weil das noch nicht reicht, wird danach beim Fanstammtisch Klartext geredet. Das ist sie, die pure, unverfälschte Eishockey-Romantik. Hingehen, Bier trinken, glücklich sein.
Looping-Louie für Fortgeschrittene: Wolfgang Schieck aus Königsdorf fliegt Kreise um die Konkurrenz und ist neuer Bayerischer Meister im Segelkunstflug. Für Schieck ist es bereits der vierte bayerische Meistertitel im Segelkunstflug. Gleichzeitig dient der Wettbewerb als Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft Ende August in Frankreich.
Der EC Peiting, das gallische Dorf der Oberliga, zementiert sein Fundament. Lukas Gohlke, der personifizierte Albtraum jedes gegnerischen Stürmers, hat seinen Vertrag verlängert. Der 'Aggressive Leader' geht in seine zwölfte Saison und verspricht weiterhin mehr Körpereinsatz als ein Crashtest-Dummy.