Eishockey ist ja bekanntlich die filigrane Kunst, auf zwei schmalen Kufen dem Gegner mit Anlauf die Einrichtung zu verrücken. Aber es geht auch anders, und das ist die wirklich gute Nachricht aus Bad Tölz. Dort sucht man nämlich Pioniere für eine Sportart, die mehr Finesse als Fäuste verlangt: Blinden-Eishockey. Die Regeln sind so einfach wie genial: kompletter Schutz, kein rüdes Einsteigen und ein Puck, der sich akustisch bemerkbar macht. Quasi ein 'Marco-Polo' auf dem Eis, nur mit mehr Tempo und ohne dass man danach aus dem Becken gefischt werden muss. Hier geht es um Gehör, Reaktion und die pure Freude am Spiel. Wer also schon immer mal wissen wollte, wie sich Eishockey anfühlt, wenn man sich voll auf seine anderen Sinne verlassen muss, der sollte am 22. August mal in der Hacker-Pschorr-Arena vorbeischauen. Dort gibt es alle Infos, vermutlich ohne Bodycheck am Eingang. Eine wunderbare Initiative, die zeigt: Sport kennt wirklich keine Handicaps.